Glockenträger

Holzjoch

6. Stock / Nr. 20

Das Joch

Das Joch der Glocken hat sich im Laufe der Geschichte erheblich weiterentwickelt. Bei den ersten Glocken sehen wir, dass es sich lediglich um einen Holzbalken handelte, an dem die Glocke einfach mit Seilen befestigt war. Später begannen sich die Joche in Richtung der heutigen Formen zu entwickeln.

Auf der einen Seite ist es normalerweise ziemlich niedrig und steigt dann steil an. In der Mitte ist es am höchsten und fällt dann wieder symmetrisch auf die gleiche Höhe wie am Anfang ab. Die Breite selbst ist durch die Konstruktion bedingt, während die Dicke durch die Krone bestimmt wird, mit deren Hilfe die Glocke am Joch befestigt ist.

Die Form des Jochs änderte sich mit den historischen Epochen. Anfangs waren die Formen sehr einfach (manchmal nur ein kleiner „Hügel“). Später stieg sie jedoch zu deutlich verzierten Formen auf, wie man in Ptuj sehen kann.

Aus welchem Holz sind sie gemacht und warum?

Joche in unserer Region werden meist aus Eichenholz hergestellt, und ab und zu finden wir auch solche aus Lärchenholz. Für Joche wollen wir Holz, das ausreichend fest ist, im Laufe der Jahreszeiten nicht zu sehr „atmet“ (sich ausdehnt/zusammenzieht) und nicht zu sehr zum Verziehen und Reißen neigt. Im Laufe der Geschichte haben sich Eiche und Lärche als ausreichend zuverlässig erwiesen.

Verzahnte Träger und Kugellager – Vor- und Nachteile verschiedener Glockenaufhängungen

In der Vergangenheit wurden Glocken mithilfe sogenannter „verzahnter Träger“ an der Konstruktion befestigt. Dabei handelt es sich um ein zahnradähnliches Stück, das am Joch einen Zahnradsegment und an der Holzkonstruktion dessen Negativ besitzt. Die Glocke „schaukelt“ auf den Zähnen. Genau wie die Form der Glocken selbst, der Joche und der Klöppel haben sich auch die Methoden zur Befestigung an der Konstruktion stark verändert.

Anfangs war eine runde Achse in das Joch eingelassen, und in die Konstruktion wurde eine Kerbe/ein Loch gebohrt oder gehauen, in der die Achse dann saß. Dieses System war verschleißanfällig, und aufgrund der hohen Reibung war es sehr schwierig, besonders größere Glocken anzutreiben. Unsere Vorfahren lösten den Verschleiß auf verschiedene Weise. Anfangs legten sie eine an die Achse angepasste Metallplatte in die Kerbe im Holz, später dann bereits gleitlagerähnliche Gussteile. Da die Glocke aufgrund der Reibung immer noch schwer anzutreiben war, machten sie weiter und entwickelten zunächst eine „Keil“-Aufhängung. Die Achse, die eine rechteckige geschmiedete Keilform hatte, stand mit ihrem spitzen Teil in einer Schale, die zu ihrem Negativ geformt war. So zeigte sich zum ersten Mal eine Form, die dem „verzahnten Träger“ ähnelte.

Später wurde der Keil in zwei Zähne, drei Zähne oder mehr umgeformt. Je mehr Zähne es gab, desto schöner und sanfter schaukelte die Glocke. Den Höhepunkt der Entwicklung erreichten die verzahnten Tatzen in den Glockengießereien von Peter Hilzer in Wien und hier bei uns in der Krainer Industriegesellschaft in Jesenice, die Stahlglocken herstellte. Die letzten Formen dieser Art waren praktisch identisch mit einem Viertel eines Zahnrads geformt. Ein Viertel an der Konstruktion und das andere am Joch.

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Pon – Sob: 9:30 – 20:30
Ned: 11:30 – 20:30

Otroci (0-5 let): brezplačno
Otroci (od 6. do 15. leta
starosti): 3€
Študentje, dijaki, upokojenci in osebe z invalidnostjo: 5€
Odrasli: 7€
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Slovenija
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